Der Pflegegrad wurde abgelehnt? - Das richtige Vorgehen bei einem Widerspruch

Gegen den Bescheid der Pflegekasse können Sie einen Widerspruch einlegen. Wichtig ist es, dass Sie schnell reagieren. Nach dem Erhalt des Bescheids haben Sie eine Frist von einem Monat um zu widersprechen.

TIPP

Die Pflegekasse muss in Ihrem Pflegegradbescheid darauf aufmerksam machen, dass Sie dem Bescheid widersprechen können. Falls diese Rechtsbelehrung fehlt, verlängert sich die Frist für einen möglichen Widerspruch auf ein Jahr.

Schicken Sie fristgerecht einen schriftlichen Widerspruch an Ihre Pflegekasse. Sie müssen noch keine ausführliche Begründung abgeben. Warten Sie auf die Antwort der Pflegekasse, welche das weitere Vorgehen beschreibt.

Begründung für den Widerspruch gegen den Pflegegrad

Das Kernstück Ihres Widerspruchs ist die inhaltliche Begründung. Ihr Widerspruch hat gute Aussichten auf Erfolg, sofern Sie sinnvoll begründen können, warum Ihnen ein höherer Pflegegrad oder überhaupt ein Pflegegrad zusteht.

Von Bedeutung sind folgende drei Aspekte wichtig:

      • Das Gutachten von MD bzw. von Mediproof
      • Dokumente, die einen höheren Pflegebedarf belegen
      • Mögliche Hilfe von Ärzten, Pflegeberatern und Pflegekräften

Das Gutachten genau Prüfen

Das Gutachten umfasst Kriterien aus sechs Bereichen, wie z. B. die Mobilität.Der Pflegegrad wird anhand der Gesamtpunktzahl errechnet.

Pflegegrade nach Punkten im Gutachten zum Pflegebedarf:

Pflegegrad 1: ab 12,5 Punkten

Pflegegrad 2: ab 27    Punkten

Pflegegrad 3: ab 47,5 Punkten

Pflegegrad 4: ab 70    Punkten

Pflegegrad 5: ab 90    Punkten

Das Einschätzen, an welchen Stellen das Gutachten angemessen ist sowie der Pflegebedarf gegebenenfalls zu niedrig angesetzt wurde, ist für Nichtfachkundige oft eine Herausforderung.

Sie sollten Dritte hinzuziehen, welche sich mit diesem Thema sachverständig befassen.

Gerne unterstütze ich Sie, bei Ihrem Widerspruch.